10. Mai 2019

Film "Der marktgerechte Patient"

Ich möchte auf eine Filmaufführung aufmerksam machen.

Am 16.Mai lade ich alle Interessierte recht herzlich zur Filmaufführung und anschließendem Gespräch ein.

Es wird der Film „Der marktgerechte Patient“ von Leslie Franke und Herdolor Lorenz gezeigt.

Die beiden Regisseure sind bekannt geworden durch die Dokumentarfilme „Wer rettet wen?“ und „What makes Money?“.

Im neuen Film geht es um die Fallpauschalen in Krankenhäusern. Diese führen zu einer immer größer werdenden Kommerzialisierung des Krankenhausbetriebes. Wirtschaftsberater durchforsten die Abteilungen und prüfen, ob Arbeitsgänge nicht noch mit weniger Personal zu bewältigen sind.

Die Frage ist nicht mehr: “Was braucht der Patient?“ Sondern: „Was bringt er uns?“

In diesem System werden viele Ärztinnen und Pflegerinnen selbst krank, haben sie doch bisher ihre Arbeit verstanden, sich voller Hingabe und Empathie dem Kranken zu widmen.

Der Film wird gezeigt in der Gaststätte „Helgoland“Neustrelitz. Beginn ist 18.30 Uhr am 16.Mai 2019. Der Eintritt ist frei.

10. Mai 2019

Pressemitteilung 09.05.2019

 

Linksfraktion und Gesundheitsminister Glawe einig: Kriterien für ärztliche Versorgung und Bedarfsplan gehören auf den Prüfstand

Nach der heutigen Beratung des Wirtschafts- und Gesundheitsausschusses des Landtags erklärt Torsten Koplin, gesundheitspolitischer Sprecher der Linksfraktion im Landtag M-V:

„In der heutigen Sitzung des zuständigen Ausschusses des Landtags hat sich der Gesundheitsminister unseres Landes erfreulicherweise der Auffassung meiner Fraktion angeschlossen, wonach die Kriterien für die Feststellung der ärztlichen Versorgung und die damit verbundene Bedarfsplanung im Land dringend überprüft werden müssen.

Am Beispiel der augenärztlichen Versorgung wird deutlich, dass die bisherige rein statistische Betrachtung nicht ausreicht, um den Grad der ärztlichen Versorgung zu bestimmen (siehe Kleine Anfrage und Antwort der Landesregierung auf Drucksache 7/3159).

Die augenärztliche Versorgung hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Viele Erkrankungen sind heute heilbar, erfordern danach aber eine regelmäßige Betreuung. Die Bevölkerung wird älter, was ebenfalls einen Mehrbedarf an Arztbesuchen und Behandlungen zur Folge hat. Zudem ist auch die Zahl der ambulanten Operationen durch niedergelassene Ärzte gestiegen, wodurch deren Sprechstundenvolumen sinkt.

Auch die allgemeine Tendenz bei Ärztinnen und Ärzten, zunehmend lieber ein Angestelltenverhältnis einzugehen als selbständig tätig sein zu wollen, belegt die Notwendigkeit der Überprüfung der Kriterien.

Meine Fraktion fordert nach der Veröffentlichung der Neufassung der Bedarfsplanungs-Richtlinie, die zur Jahresmitte erwartet wird, eine zügige Aktualisierung der Bedarfsplanung für M-V, um die erforderlichen Zulassungen von Ärztinnen und Ärzten sowie Praxen im Land zu ermöglichen, damit eine tatsächlich bedarfsgerechte und wohnortnahe ärztliche Versorgung sichergestellt werden kann.“

06. Mai 2019

Pressemitteilung 03.05.2019

Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in MV braucht dringend Dynamik

Anlässlich des bevorstehenden Europäischen Tages zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen, am 5. Mai, erklärt der sozialpolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE im Landtag Mecklenburg-Vorpommern, Torsten Koplin:

"Die Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen ist 10 Jahre in Kraft. Die Bilanz ihrer Umsetzung in Mecklenburg-Vorpommern ist inakzeptabel. Zwar wird die Landesregierung nicht müde, den 2013 hierzu selbst erstellten Maßnahmeplan anzupreisen und sich dafür zu loben, 78 Prozent der 131 darin enthaltenen Aktivitäten umgesetzt zu haben bzw. für die Zeit bis 2020 als noch umsetzbar zu erklären, jedoch sieht der Lebensalltag der Betroffenen alles andere als rosig aus.

In MV fehlen derzeit mehr als 35.000 barrierefreie Wohnungen. Wenn Menschen mit Behinderungen eine barrierefreie Wohnung nutzen können, so müssen sie hierfür in der Regel deutlich mehr Miete zahlen.

Mehr als die Hälfte der ambulanten Arztpraxen sind nicht barrierefrei. Betroffene berichten, dass es selbst in Krankenhäusern unseres Landes an Hilfsmitteln zur Überwindung von Barrieren mangelt.

Die Maßgabe von barrierefreien Wahlen ist nach wie vor nicht Gesetzeslage, sondern lediglich untergesetzlich geregelt und somit weiterhin fakultativ.

In Fragen der Mobilität gibt es gar Rückschritte zu verzeichnen. So wird seit 1. Februar diesen Jahres kein Service für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste der Bahn aus einer Hand angeboten. Die Fahrt beispielsweise von Ueckermünde nach Wismar wird so für eine Rollstuhlfahrerin bzw. einen Rollstuhlfahrer zur Odyssee.

Die Landesregierung muss in Sachen der Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am gesellschaftlichen Leben und der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention kräftig zulegen. Durch eine geänderte Landesbauordnung muss endlich die Herstellung von Barrierefreiheit zwingend werden. Das Kommunal- und Landeswahlrecht muss endlich barrierefreie Wahlen vorschreiben. Die Landesregierung muss nicht nur die Einrichtung von Landarztpraxen, sondern auch deren Barrierefreiheit fördern und hierzu mit der Kassenärztlichen Vereinigung ein spezielles Förderprogramm vereinbaren."

02. Mai 2019

Martin Schirdewan und Helmut Scholz in Neubrandenburg

Am 30. April waren Martin Schirdewan und Helmut Scholz, unsere Spitzenkandidaten zur Europawahl, auf ihrer Wahl-Tour in Neubrandenburg.

Wer hätte gewusst, dass Martin Schirdewan in Neubrandenburg gelebt hat, im Vogelviertel? Hier zum Kennenlernen seine Rede für die Kandidatur zur Europawahl 2019:

 

Die Rede von Helmut Scholz für seine Kandidatur zur Europawahl 2019 ist hier nachzulesen: https://www.helmutscholz.eu/de/article/930.bewerbungsrede-auf-der-vertreterinnen-und-vertreterversammlung-der-linken-in-bonn.html

Unter dem Motto "So machen wir Europa sozial" hat DIE LINKE ein Kurzwahlprogramm mit zehn Punkten für eine sozial gerechtere EU aufgestellt. DIE LINKE setzt sich ein für gute Arbeit, gegen Befristung und Leiharbeit, für mehr Zeit zum Leben.

11. April 2019

Pressemitteilung 11.04.2019

143 Hausarztstellen unbesetzt – Trostpflaster für Medizin-Stipendium wirkt nicht

Zur Antwort der Landesregierung auf die Kleine Anfrage „Medizinstipendien in Mecklenburg-Vorpommern“ (Drucksache 7/3300) erklären Simone Oldenburg, Fraktionsvorsitzende der LINKEN im Landtag M-V, und Torsten Koplin, gesundheitspolitsicher Sprecher der Fraktion:

Oldenburg: „Aktuell sind 143 Hausarztstellen im Land nicht besetzt. Um hier gegenzusteuern hat die Landesregierung – nach jahrelanger Leugnung des Problems – im Jahr 2018 ein Stipendienprogramm aufgelegt, mit dem sich angehende Ärztinnen und Ärzte verpflichten, nach dem erfolgreichen Abschluss ihres Studiums mindestens fünf Jahre in unserem Land zu praktizieren. Auf Anfrage meiner Fraktion stellt sich nun heraus, dass seit Januar 2018 von tausenden Studentinnen und Studenten des 5. Fachsemesters an den Universitäten Greifswald und Rostock bisher lediglich 37 Studierende das Stipendium in Anspruch genommen haben.“

Koplin: „Die Landesregierung ist gefordert, das Stipendienprogramm zu hinterfragen und gegebenenfalls weiterzuentwickeln sowie Maßnahmen zu prüfen und einzuleiten, mit denen der Ärztemangel in M-V behoben werden kann.

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