OB-Wahl

20. Februar 2015

Für heute hatte ich ich die Oberbürgermeisterin Schwerins, Angelika Gramkow, nach Neubrandenburg eingeladen. Am Vormittag waren wir im Katharinenviertel und in der Innenstadt unterwegs. Hier suchten wir Gewerbetreibende auf und erkundigten uns nach deren Wohl und Wehe. Nachmittags fuhren wir mit dem Stadtbus in die Oststadt und das Industriegebiet. Während der Fahrt kamen wir mit zahlreichen Fahrgästen ins Gespräch. Am Abend dann haben wir im "Williams", einer erst kürzlich eröffneten Gaststätte im Katharinenviertel eine Gesprächsrunde zum Thema "Was bringt es den Bürgerinnen und Bürgern, wenn eine Linke Oberbürgermeisterin ist?".

19. Februar 2015

Im Oberbürgermeisterwahlkampf ist dieser Tag ein ganz besonderer. Allein heute gab es drei Foren mit den KandidatInnen. Zunächst waren wir Gast beim Wirtschaftsrat der CDU. Dort konnten wir uns mit unserer Vita und den jeweiligen wirtschaftspolitischen Zielen vorstellen. Interessant waren für mich auch die Gespräche am Rande des Treffens. So erfuhr ich davon, dass hiesige Unternehmer viel zu selten Deutschland Stipendien an StudentInnen vergeben. Auf diese Weise, so finde ich, vergeben wir uns Chancen, junge Menschen in der Stadt zu halten.

Am frühen Nachmittag stellten wir uns den Fragen von SchülerInnen. Einige bewiesen den Mut und forderten uns zu Positionierungen heraus. Auch hier spielte die Frage "Was wollen Sie tun, damit wir in Neubrandenburg eine Perspektive haben?" eine zentrale Rolle. Die Auseinandersetzung mit diesem Thema gehört zu den anspruchsvollsten im gesamten Wahlkampf, verschränken sich doch hier Gesellschaftspolitik und lokales Handeln.

Am Abend dann fand das NORDKURIER Forum statt. Die Lokalredaktion der Tageszeitung hatte eingeladen und es kamen soviele, wie es die Veranstalter wohl nicht erwartet hatten. Überhaupt ist das Interesse an den Foren sehr groß. Die uns gestellten Fragen streiften alle aktuellen Probleme der Entwicklung Neubrandenburgs. Wie überzeugend unsere Antworten waren, wurde anschließend in einer Wahlumfrage erhoben. Unter den sechs KandidatInnen belegte ich am Ende Platz vier.

 

18. Februar 2015

Den Besuch des Bundestagsabgeordneten, Jan Korte, in Neubrandenburg haben wir bereits Anfang September 2014 verabredet. Eingeladen habe ich ihn zu einer Lesung seines Buches "Geh doch rüber. Feinste Beobachtungen in Ost und West." Jan sagte mir, dass er nicht nur zur Lesung kommen, sondern mehr über die Stadt erfahren wolle. So haben wir ein Besuchsprogramm vorbereitet. Auf dem Weg zum Stadtarchiv (einer der vier Termine dieses Nachmittags) entstand dieses Foto. Die Verbindung von Haus der Kultur und Bildung und H&M ist einzigartig in der Republik. Ich empfinde es als Sinnbild für die Verhältnisse.

17. Februar 2015

Die Unterkunft für Wohnungslose in Neubrandenburg wird vom ASB betrieben und befindet sich in der Sponholzer Strasse. Diese soziale Einrichtung ist unglaublich wichtig. Der Geschäftsführer, Herr Brehe, und der uns begleitende Mitarbeiter machen im Gespräch deutlich, wie sehr ihnen seinerzeit die Linksfraktion in der Stadtvertretung beim Erhalt der Einrichtung geholfen hat. Zwischenzeitlich gab es von der Stadtverwaltung die Auffassung, man könne im Zuge der Haushaltskonsolidierung die soziale Betreuung im Obdachlosenheim mal eben streichen. Ein Wachschutzunternehmen könne die Türen auf- und zuschliessen; das würde reichen. Wie irrsinnig diese Auffassung ist, wird bei meinem Besuch deutlich. Während wir durch das Objekt gehen, gibt es immer wieder Gespräche mit den Bewohnerinnen und Bewohnern. Die Mitarbeiter des ASB handeln sehr umsichtig. Sie geben Ratschläge, begleiten bei Behördengängen, sind da, wenn sie gebraucht werden. Mich beeindruckt das sehr. Um nicht mit leeren Händen zu kommen, habe ich mehrere Farbtöpfe und Pinsel mitgebracht. Demnächst stehen Renovierungsarbeiten an, da kann das von mir Gespendete gut gebraucht werden. Den Tip hierfür bekam ich von meinem Mitstreiter, Jan Kuhnert. Als Stadtvertreter kümmert er sich um die Belange des Obdachlosenheims und ist den Kollegen des ASB ein guter Partner.

16. Februar 2015

Da habe ich schon mal das Steuer in die Hand genommen :-). Na ja, genau besehen ist es das Lenkrad von einem der 29 Stadtbusse Neubrandenburgs. Der Hintergrund: Die Linksfraktionen des Kreistages Mecklenburgische Seenplatte und der Stadtvertretung Neubrandenburg haben bei einem Vor Ort Besuch im Neubrandenburger Verkehrsbetrieb mit der Firmenleitung der Stadtwerke und des Verkehrsbetriebs über die Aufgabenübertragung des ÖPNV für das Stadtgebiet vom Landkreis auf die Stadt ab dem Jahr 2017 gesprochen. Demanch wird für die folgenden 10 Jahre der städtische Busverkehr weiterhin vom Neubrandenburger Verkehrsbetrieb realisiert. Die Stadtfraktion hat sich bereits dafür ausgesprochen. Unsere Kreistagsfraktion wird dies, wenn die Entscheidung hierzu Ende März ansteht, ebenfalls tun.

Unterkategorien von »OB-Wahl«

  1. Tagebuch

    Die Wochen vor der Oberbürgermeisterwahl in Neubrandenburg werden voller Ereignisse sein. Es wird viele Gelegenheiten geben, miteinander ins Gespräch zu kommen. Zahlreiche Veranstaltungen werde ich besuchen. Über das, was ich hierbei erlebe, möchte ich in diesem Tagebuch schreiben. Was die Menschen, die ich treffe, bewegt, soll sich hier wiederfinden. Und selbstverständlich will ich jeweils darlegen, wie ich darüber denke.