28. Juni 2019

Pressemitteilung 26.06.2019

Abteilungsschließungen an Krankenhäusern nicht hinnehmbar - Linksfraktion für Ärtzte-Pool und mehr Studienplätze

Anlässlich jüngst zu konstatierenden zeitweiligen Schließungen von Krankenhausabteilungen erklärt der gesundheitspolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE im Landtag MV, Torsten Koplin:

Die Schließung von Abteilungen an Krankenhäusern, wenn auch zeitweilig, ist nicht hinnehmbar. Sie weisen, ob in Crivitz, Parchim oder Neustrelitz auf ernste Probleme bei der Sicherstellung der stationären medizinischen Versorgung hin. Außerdem verunsichern derartige Schließungen die Bevölkerung und untergraben das Vertrauen.

Bei allen widrigen Umständen ist im jüngsten Fall das Krankenhaus Neustrelitz dafür zu loben, dass es frühzeitig auf die Situation hingewiesen und gemeinsam mit dem Klinikum in Neubrandenburg eine Lösung präsentiert hat.

Wir als Linksfraktion schlagen sowohl kurzfristige wie auch langfristige Maßnahmen zur Vermeidung von Stationsschließungen vor.

Kurzfristig sollte unter Federführung der Landeskrankenhausgesellschaft ein trägerübergreifender Ärte-Pool gebildet werden. In ihm sollten die Ärzte gelistet werden, die potentiell bei Engpässen im Wege  einer Arbeitnehmerüberlassung an anderen Standorten aushelfen könnten. Weiterhin sollten in dem Pool Ärzte aufgenommen werden, die bereits im Ruhestand sind, aber zeitweilig aushelfen könnten sowie ausgebildete Mediziner, die beim Prüfdienst der Krankenkassen (MDK) beschäftigt sind.

Für eine langfristige Lösung muss unser Bundesland endlich mehr Medizinstudenten ausbilden, müssen Ärzte und Pfleger von überbordender Bürokratie befreit werden und muss für ein positiveres Image des Arztberufes geworben werden."