28. September 2018

Pressemitteilung 28.09.2018

Ökonomisierung an den Uni-Kliniken einen Riegel vorschieben

Zur Vorstellung der „Kommission Universitätsmedizin 2020“ erklärt der gesundheitspolitische Sprecher der Linksfraktion, Torsten Koplin:

 „Meine Fraktion erwartet, dass diese Kommission transparent arbeitet und die Politik eng einbezieht.

Zweifellos müssen die Rahmenbedingungen für die Universitätsmedizin auf den Prüfstand. Insbesondere der anhaltende Trend, dass Gesundheit wie eine Ware gehandelt wird, muss gestoppt werden.

Das gesamte Finanzierungssystem im Gesundheitswesen muss vom Kopf auf die Füße gestellt werden. Es ist ein Unding, dass vorbeugende Gesundheitsleistungen und die persönliche Zuwendung lediglich sehr gering, während die Gerätemedizin und die als kompliziert dargestellten Fälle grundsätzlich hoch vergütet werden.

Die Mitglieder der Kommission sind ausgewiesene Fachleute, ob es ihnen gelingt, einen Systemwechsel einzuleiten, ist allerdings fraglich. Waren sie doch in Teilen selbst an der Installation jetziger Mechanismen stark beteiligt. Wir erwarten, dass möglichst zeitnah, und nicht erst 2020 Vorschläge vorliegen, die der weiteren Ökonomisierung an den Unikliniken des Landes einen Riegel vorschieben.“