21. September 2017

Welt-Alzheimertag am 21.09.2017

Warme Worte reichen nicht – Pflege braucht konkrete Unterstützung

Zum heutigen Welt-Alzheimertag erklärt der gesundheits- und sozialpolitische Sprecher der Linksfraktion, Torsten Koplin:

„Die warmen Worte von Sozialministerin Stefanie Drese, deren Ministerium sich heute zum ‚Demenz-Partner‘ ausgerufen hat, reichen nicht aus, die Situation in der Pflege zu verbessern.

Es sind endlich konkrete Schritte erforderlich, um die Lage der Beschäftigten in der Pflege sowie der zu Pflegenden zu verbessern. Dazu gehört zwingend eine bessere Personalausstattung. Deshalb muss Schluss damit sein, dass junge Menschen, die den Pflegeberuf erlernen möchten, für ihre Ausbildung auch noch bezahlen müssen. Das Land muss endlich die Kosten für die Ausbildung an den privaten Schulen übernehmen. Reden Sie nicht nur, Frau Ministerin, handeln Sie!

Zwingend erforderlich ist auch eine bessere Bezahlung in diesem so wichtigen Beruf. Es ist unerträglich, dass für diese schwere und enorm wertvolle Arbeit derart geringe Löhne gezahlt werden. Ebenfalls unerträglich ist die Tatsache, dass die Lohnschere zwischen Ost und West hier immer noch auseinanderklafft. Wir brauchen uns doch nicht zu wundern, dass die Fachkräfte dorthin gehen, wo sie spürbar mehr bezahlt bekommen. Reden Sie nicht nur, Frau Ministerin, handeln Sie.“