18. September 2017

Pressemitteilung 15.09.2017

M-V – Krankheitsland Nummer Eins?

Angesichts der steigenden Zahl und der immer längeren Fehlzeiten aufgrund von Erkrankungen erklärt der gesundheitspolitische Sprecher der Linksfraktion, Torsten Koplin: 

„Nach den Aussagen im Fehlzeitenreport des wissenschaftlichen Instituts der AOK müssten bei der Landesregierung die Alarmglocken schrillen. Mecklenburg-Vorpommern ist keineswegs das Gesundheitsland Nummer Eins, als das es von der Regierungskoalition gerne dargestellt wird. Im Vergleich mit anderen Bundesländern hat Mecklenburg-Vorpommern den höchsten Anteil übergewichtiger Menschen an der Bevölkerung. Das beginnt schon im Kindesalter, wie die schulärztlichen Untersuchungen zeigen. Mecklenburg-Vorpommern ist das Bundesland mit hohem Alkoholkonsum und den meisten Alkoholtoten. Und auch beim Krankenstand liegt unser Bundesland deutlich über dem Durchschnitt. Während dieser für alle AOK-Versicherten im  ersten Halbjahr 2017 5,5 Prozent betrug, waren es in Mecklenburg-Vorpommern 6,0 Prozent.

Diese ungesunde Situation verlangt dringend Verbesserungen. Deshalb hat die Linksfraktion eine öffentliche Anhörung zum Thema Gesundheitsförderung und Prävention im Wirtschaftsausschuss beantragt. Mit Experten wollen wir nicht nur die gegenwärtigen Defizite sondern vor allem auch die Handlungsmöglichkeiten und -notwendigkeiten der Gesundheitspolitik für eine zielgenauere und wirksame Gestaltung der Gesundheitsförderung, Prävention und der Suchtbekämpfung im Land klären.“