28. April 2017

Pressemitteilung vom 27.04.2017

Masterplan 2020: Warten, bis der Landarzt kommt?  

Zur Antwort der Landesregierung auf seine Kleine Anfrage zur Finanzierung der zusätzlichen Ausgaben, die durch den „Masterplan Medizinstudium 2020“ entstehen, (Drs. 7/470) erklärt der gesundheitspolitische Sprecher der Linksfraktion, Torsten Koplin:

Bund und Länder haben sich nach jahrelangen Diskussionen auf den „Masterplan Medizinstudium 2020“ geeinigt. Mit diesem Plan soll die hausärztliche Versorgung auf dem Land sichergestellt werden. Ziel ist es u.a., dass bis zu 10 Prozent der Medizinstudenten später als Hausärzte auf dem Land arbeiten.

Dieses Vorhaben wurde von Gesundheitsminister Harry Glawe auch bereits vollmundig angekündigt, offenbar ohne zu wissen, wie es finanziert werden soll. Denn die Finanzierung ist zwischen Bund und Ländern noch strittig, für die ersten 3 Jahre geht es bundesweit um rund 88 Millionen Euro.

Die Landesregierung sollte nicht darauf bauen, dass der Bund die Kosten voll übernimmt. Auch in M-V werden Mehrkosten entstehen, die eingeplant werden müssen. Abwarten, bis irgendwann der Landarzt kommt, ist unverantwortlich und geht zu Lasten der Patientinnen und Patienten auf dem Lande.