21. Februar 2017

Pressemitteilung 21.02.2017

Ehrenamt braucht Hauptamt, weniger Bürokratie und mehr Unterstützung

Anlässlich des 10-jährigen Jubiläums der EhrenamtMessen MV erklärt der sozialpolitische Sprecher der Linksfraktion, Torsten Koplin:

„Das ehrenamtliche Engagement tausender Bürgerinnen und Bürger in Vereinen und auch in privaten Initiativen ist aus unserem Alltag nicht wegzudenken. Auf den Ehrenamtsmessen können sich Interessierte seit nunmehr 10 Jahren einen Überblick über Möglichkeiten des Engagements verschaffen.

Die Vereinbarkeit von Familie, Beruf und Ehrenamt muss aber offenbar verbessert werden, denn das Engagement in den erwerbsfähigen Altersgruppen geht zurück. Bei über 65-jährigen Frauen und Männern in M-V nimmt es dagegen zu, mehr als 60 Prozent der Menschen dieser Altersgruppe ist in M-V ehrenamtlich unterwegs. Das verdient Respekt und Anerkennung. Viele Vereine und Verbände stoßen jedoch auch zunehmend an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit, weil zu viel Arbeit auf zu wenig hauptamtlichen  Schultern lastet, der bürokratische Aufwand unverhältnismäßig hoch ist oder die finanziellen Mittel nicht ausreichen. Von diesen und anderen Problemen war heute von Sozialministerin Stefanie Drese nichts zu vernehmen.

Ehrenamt braucht Hauptamt, weniger Bürokratie und mehr Unterstützung durch die Landesregierung und auch durch die Landkreise und kreisfreien Städte. Meine Fraktion fordert die Landesregierung auf, die Probleme zu benennen und soweit wie möglich auszuräumen, um weitere Ressourcen zu erschließen und Hemmnisse abzubauen.“