16. Februar 2017

Pressemitteilung 15.02.2017

Datum: 15. 02. 2017

Nichts Neues für Wolgast – Lösung muss weiter gefasst werden

Zur heute von Wirtschaftsminister Harry Glawe verkündeten Portalklinik für Kinder am Kreiskrankenhaus in Wolgast erklärt der gesundheitspolitische Sprecher der Linksfraktion, Torsten Koplin:

„Jetzt sollen es also 10 Betten für die vorstationäre Versorgung von kranken Kindern am Kreiskrankenhaus sein und nicht 8, wie im Dezember im Wirtschaftsausschuss verkündet. Ganz sicher können sich Eltern aber noch nicht sein, denn das Entscheidende bei der geplanten Portalklinik ist noch offen – die Finanzierung. Die Krankenkassen sollen zwar ein grundsätzliches Einverständnis gegeben haben, aber der Teufel liegt bekanntlich im Detail. Wie weit die Kassen hier wieder die Geldbörse öffnen und mögliche Defizite bezahlen – das ist offen.

Selbst wenn die Portalklinik zum Kindertag öffnen sollte, ist das kein Ruhmesblatt für den Minister. Die anhaltende Schließung der Geburtsmedizin und die Begrenzung der Laborleistungen in Wolgast aber auch die wiederholten Millionendefizite der Universitätsmedizin in Greifswald offenbaren größeren politischen Handlungsbedarf. Deshalb hat die Linksfraktion für die kommende Landtagssitzung im März eine Aussprache zum Thema ‚Universitätsmedizin Greifswald - Verantwortung der Landesregierung bei Finanzierung und Aufsicht‘ beantragt, wo auch die Versorgungsdefizite in der gesamten Region zur Sprache kommen werden. Die Lösung der medizinischen Versorgung muss weiter gefasst werden als die punktuelle Lösung von Gesundheitsminister Glawe.“