02. Februar 2017

Pressemitteilung 02.02.2017

Linksfraktion will Unterrichtung der Landesregierung zum Uniklinikum Greifswald     

Angesichts der Entlassung des ärztlichen Direktors am Universitätsklinikum Greifswald, Dr. Wygold, erklärt der sozialpolitische Sprecher der Linksfraktion, Torsten Koplin:

„Der Aufsichtsrat des Universitätsklinikums hat offensichtlich die Notbremse gezogen. Das war absehbar, da die Probleme am Universitätsklinikum keinesfalls gelöst sind. Wahrscheinlich gibt es auch für das Jahr 2016 wieder ein Defizit in Millionenhöhe. 

Die Linksfraktion sieht bei der Konsolidierung auch die Landesregierung in der Pflicht, schließlich ist das Klinikum landeseigen und die Defizite werden vom Land getragen. Wir erwarten mehr Einsatz der Landesregierung, denn was die Abgeordneten bisher vertraulich über die Konsolidierung erfahren haben, war das Papier nicht wert: bloße Absichtserklärungen, ohne Daten, Fakten und vor allem ohne die Analyse für die Ursachen des anhaltenden Patientenschwunds und der Millionendefizite. Mit einer solchen Vorlage wäre jeder Student durchgefallen.

Dabei darf es nicht bleiben. Die Linksfraktion fordert eine Unterrichtung durch die Landesregierung, wie sie bisher ihre Kontroll- und Fürsorgepflichten wahrgenommen hat, denn die Millionendefizite bestehen seit 2014. Sie soll auch endlich ein solides und machbares Sanierungskonzept vorlegen, das die Qualität der medizinischen Versorgung sichert.“