05. Dezember 2016

Pressemitteilung 05.12.2016

Ohne Ehrenamt geht kaum was im Land – es braucht mehr Unterstützung

Zum Internationalen Tag des Ehrenamtes am heutigen Montag, dem 5. Dezember 2016, erklärt der sozialpolitische Sprecher der Linksfraktion, Torsten Koplin:

„Der Dank meiner Fraktion gilt allen, die sich ehrenamtlich engagieren, ob in Kultur-, Sport- oder sozialen Vereinen, ob beim Katastrophenschutz oder der Feuerwehr, ob als  Gemeindevertreter oder Bürgermeisterin. An vielen Stellen geht ohne das ehrenamtliche Engagement von zigtausenden Menschen im Land fast gar nichts mehr. Das Ehrenamt bietet für viele Menschen eine notwendige und oftmals die einzige Hilfe, um den Alltag bewältigen zu können. Auch bei der Aufnahme der zu uns Geflüchteten hat sich gezeigt, dass viele Menschen bereit sind, solidarisch und uneigennützig zu handeln.

Ehrenamtliches Engagement ist der Kitt unserer Gesellschaft und stärkt die Demokratie. Allerdings kann es das Hauptamt nicht ersetzen. Das Ehrenamt darf nicht zum Ausfallbürgen für den sich zurückziehenden Staat sein.

Die Vereinbarkeit von Familie, Beruf und Ehrenamt muss offenbar verbessert werden, denn das Engagement in den erwerbsfähigen Altersgruppen geht zurück. Bei über 65-jährigen Frauen und Männern in M-V nimmt es dagegen zu, mehr als 60 Prozent der Menschen dieser Altersgruppe ist in M-V ehrenamtlich unterwegs. Das verdient Respekt und Anerkennung.

Die Landesregierung muss über die Ehrenamtsstiftung hinaus bürgerschaftliches Engagement stärker unterstützen. Sie sollte sich einer Diskussion über die Einführung einer landesweiten Ehrenamtskarte nicht verschließen.“