01. November 2013

Landesregierung: Seltsames Verständnis vom Umgang mit Geldern für Kultur

In einem Zeitungsbeitrag offenbarte der Bildungsminsiter dieser Tage sein seltsames Verständins vom Umgang mit öffentlichen Geldern für Kulturförderung. Er parlierte mit der Nachricht, dass die Bibliotheken nunmehr noch 260.000 Euro erhalten würden, mithin mehr, als sie ursprünglich zu erwarten hätten. Woher kommt das frische Geld? Man habe zu Jahresbegeinn etwas für den Notfall zurückgelegt und den Fahrbibliotheken habe man auch

Gelder gestrichen. Das ist schon recht abenteurlich. Von einem Haushaltstitel, der da "Notgroschen für Kultur" heißt, ist im Landeshaushalt nicht die Rede. Jedoch davon, dass alle Haushaltstitel und Finanzbewegungen der Haushaltsklarheit und Wahrheit entsprechen müssen. Darum schert man sich auf der Regierungsbank hierzulande wohl nicht so sehr. Und bei Lichte besehen, gibt es auch nicht mehr Geld, denn es handelt sich bei dem, was vollmundig den Bibliotheken Gutes getan wird, um nichts anderes als eine Umschichtung.

Das also ist die Masche: Zunächst den Kultureinrichtungen Geld, dass sie dringend benötigen, vorenthalten, dann Gelder von der rechten in die linke Tasche wandern lassen und am Ende alles als eine große Wohltat präsentieren. Verantwortungsvolle Kulturpolitik sieht anders aus! Sie verlangt ein anderes Verständnis von Kultur, demzufolge auch eine bessere Finanzausstattung und zwar von Anbeginn einer Haushaltsperiode.


Torsten Koplin