30. Oktober 2013

Und sie bewegt sich doch

Und sie bewegt sich doch! Wer kennt sie nicht, die trotzig - selbstbewussten Worte, des italienischen Wissenschaftlers Galilei. Der Legende nach warf er sie Widersachern zu, die verstaubten Holzköpfen gleich, Wahrheit leugneten und verlangten, man solle die Welt so sehen, wie sie selbst.

Unweigerlich kommt dies in den Sinn, denkt man an die Auseinandersetzungen zwischen der Linksfraktion und der Landesregierung zur Kulturpolitik. In salbungsvollen Sonntagsreden beschwören Regierungsvertreter und ihre

Getreuen, wie wichtig doch Kultur wäre, etwa um Touristen zu erfreuen. Auch dekorieren sie sich gern mit künstlerischen Leistungen, wenn es darum geht, etwas zur Schau zu stellen. Das Kultur und Kunst jedoch der Förderung bedürfen und das diese zuweilen Geld kostet, erschließt sich ihnen nicht. Verstockt reagieren sie darauf, wenn die LINKE ihnen den Spiegel vorhält. Weil die aber hartnäckig und überzeugend ist,

− wird die Kulturförderung demnächst auf mehrere Jahre ausgeweitet

− wird es ein Entwicklungskonzept für öffentliche Bibliotheken und für sie auch mehr Geld geben

− wird das Land absehbar als Gesellschafter in das Mecklenburger Staatstheater einsteigen

− wird zunehmend die Bedeutung der Kreativwirtschaft erkannt und werden deren Netzwerke unterstützt

Also. Sie bewegt sich doch, die Landesregierung, wenn sie durch all jene, denen eine vielfältige und lebendige Kultur am Herzen liegt und die LINKE im Landtag ordentlich unter Druck gerät.