15. Juni 2018

Aus dem Sozialausschuss 13.06.2018

Im Sozialausschuss des Landtages gab es eine Anhörung zum Thema "Zähne putzen in Kitas?!". Dazu erklärte meine Fraktionskollegin Jaqueline Bernhardt, als kinder-,jugend-und familienpolitische Sprecherin und ich, als gesundheitspolitischer Sprecher :

„Zähne putzen!“ muss verbindlich im KiföG verankert werden 

J. Bernhardt: „In nahezu 100 Kindertageseinrichtungen in M-V werden mit den Kindern keine Zähne geputzt, Tendenz zunehmend! Die Kariesanfälligkeit zeigt sich insbesondere bei 6- bis 7-Jährigen deutlich. Kindertageseinrichtungen sind neben den Elternhäusern die Orte, an denen maßgeblich auf die Entwicklung der Kinder Einfluss genommen wird. So kann und sollte auch die Zahngesundheit der Jüngsten in den Kitas früh und kontinuierlich positiv beeinflusst werden. Für Kinder ab dem 3. Lebensjahr sind einmal jährlich Zahnuntersuchungen verpflichtend, richtiges und regelmäßiges Zähneputzen ist es jedoch nicht.

Deshalb ist die verbindliche Verankerung der Anleitung zur Zahn- und Mundhygiene im KiföG dringend notwendig. Gleichzeitig müssen die Personalschlüssel in den Kitas so ausgestaltet werden, dass dafür auch ausreichend Zeit ist. Durch die anhaltend hohe Betreuungsquote und steigende Inanspruchnahme kann nahezu jedes Kind bis zum Eintritt in die Schule erreicht werden. Die Eltern sollten von Anfang an einbezogen werden, um die Gesundheitserziehung ihrer Kinder zu fördern und die Ritual-Entwicklung ‚Zähne putzen‘ zu befördern.“

T.Koplin: „Die jährlichen Untersuchungen der Kinder werden durch den öffentlichen Gesundheitsdienst durchgeführt. Die personelle Ausstattung macht eine Realisierung jedoch äußerst schwierig, die Untersuchungszahlen sind oft nicht zu erreichen.

Die 17 Beschäftigten in den Gesundheitsämtern hätten im Jahr 2016/2017 insgesamt 200 000 Kinder und Jugendliche im Alter von 2 bis 18 Jahren untersuchen sollen, davon 56 000 Kinder in Kitas. Zwei Drittel der Kolleginnen und Kollegen sind nicht in Vollzeit tätig. Hier muss Abhilfe geschaffen und die Personalausstattung in den Gesundheitsämtern deutlich erhöht werden.“

13. Juni 2018

Pressemitteilung 13.06.2018

Wohlfahrtsgesetz sollte Verteilung und Kontrolle von Geldern regeln

Zum Beschluss heute im Sozialausschuss, das Sozialministerium um Einsicht in das DRK-Gutachten zu bitten, erklärt der sozialpolitische Sprecher der Linksfraktion, Torsten Koplin:

Es ist gut, dass der Sozialausschuss heute einmütig diesen Beschluss gefasst hat. Das anhaltende Hickhack um das Gutachten muss endlich ein Ende haben.

Meine Fraktion will definitiv und abschließend wissen, ob und in welchem Umfang im Zusammenhang mit den im Raum stehenden Vorwürfen Fördergelder geflossen sind. Zum anderen wollen wir Aufschluss darüber, ob es hinsichtlich der Fördermodalitäten weiteren Regelungsbedarf gibt, um sicherzustellen, dass Fördergelder des Landes auch tatsächlich für die soziale Arbeit eingesetzt werden.

Am besten sollte in einem Wohlfahrtsgesetz geregelt werden, welche Vereine und Verbände Mittel bekommen, in welcher Höhe und zu welchem Zweck Fördergelder bereitgestellt werden und wie deren Verwendung wirksam kontrolliert wird.“

13. Juni 2018

Pressemitteilung 12.06.2018

Jede und jeder hat ein Recht auf würdiges Sterben zu Hause

Zur Vorstellung des ersten Berichts zur Hospiz- und Palliativversorgung in M-V durch Gesundheitsminister Harry Glawe erklärt der gesundheitspolitische Sprecher der Linksfraktion, Torsten Koplin:

 „Die spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) begleiten und unterstützen unheilbar kranke und sterbende Menschen auf dem letzten Lebensabschnitt, den die meisten Menschen zu Hause verbringen wollen. SAPV-Teams haben ihren Sitz zumeist in mittleren und größeren Städten. Sie versorgen in der Regel einen Raum von etwa 50 km. Das hat zur Folge, dass die Einwohnerinnen und Einwohner von stadtfernen, ländlichen Räumen auch in diesem Bereich wieder einmal leer ausgehen. Diesen unhaltbaren Zustand kritisiert meine Fraktion seit Jahren. Von der Landesregierung wurde eine Unterversorgung stets geleugnet. So hieß es 2012 auf eine Anfrage, M-V sei mit 10 SAPV-Teams bereits überversorgt.

Laut dem nun vorliegenden Bericht gibt es derzeit 12 solche Teams, benötigt würden aber 16.  Das Angebot in den großen Städten ist gut, in der Landesmitte, wie in Teterow oder Waren, herrschen aber weiße Flecken – weil die Wege eben so weit sind. Das gilt auch für den Westen des Landkreises Ludwigslust-Parchim. In den unterversorgten Regionen muss dringend nachgebessert werden. Die Telemedizin und die palliativmedizinische Weiterbildung der Hausärzte und Pflegekräfte, auf die Minister Glawe setzt, können den Mangel nur zum Teil ausgleichen – SAPV ist mehr!“

12. Juni 2018

Karl Marx inhaltlich diskutiert mit Mathias Greffrath

Was hat uns Karl Marx mit seinem "Kapital" heute noch zu sagen?

Im sehr gut besuchten Seminarraum des HKB gelang es dem Referenten Mathias Greffrath mit einem spannenden Vortrag die aktuellen Fragen der Zeit mit den Gedanken, Thesen und Aussagen von Karl Marx in Verbindung zu bringen. Was uns hier geboten wurde, war kein trockener Vortrag, wie man eventuell vermuten könnte. Die Lebendigkeit des Vortrages, die Probleme der gegenwärtigen internationalen Lage, die Karl Marx bereits vor 150 Jahren erkannte und in seinem Werk benannte, dies beeindruckte die Zuschauer. Bei der Beantwortung von Fragen und in der Diskussion konnte M.Greffrath sein Wissen auf eine sehr verständliche Art weitergeben.

Zwei jungen Besuchern wurde eine große Freude gemacht. Sie zeigten Interesse an einer 36 bändigen Ausgabe der Werke von Marx und Engels sowie an der 32 bändigen Ausgabe der Leninwerke. So werden diese Bände demnächst den Besitzer wechseln, kostenlos, zur Freude der jungen Leute und zur Freude unseres Mitstreiters, dieseWerke nun in jungen Händen zu wissen.

 

12. Juni 2018

Pressemitteilung 11.06.2018

Pflegeausbildung im Land jetzt stärken, statt weiter Zeit zu vergeuden

Anlässlich der am 11.06.2018  stattfindenden Schulleiterkonferenz für Pflegeberufe erklärt der pflegepolitische Sprecher der Linksfraktion, Torsten Koplin:

„Ich gehe davon aus, dass die Schulleitungen gegenüber dem zuständigen Landesminister deutliche Worte gefunden haben. Die aktuelle Situation allein in den Pflegeheimen ist in keinem anderen Bundesland so bedenklich wie in M-V. Hinzu kommt der Pflegenotstand in den Krankenhäusern. Es ist dringend mehr Personal erforderlich, deshalb müssen die Ausbildung an den staatlichen und gegebenenfalls auch an den privaten Schulen, aber auch der Beruf insgesamt gestärkt werden! Dazu gehören die  sofortige Abschaffung des Schulgeldes und die Beseitigung formaler Hürden, eine attraktive Bezahlung sowie bessere Arbeitsbedingungen etwa durch die Einführung von Personalschlüsseln in den stationären Einrichtungen.

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